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AGVP: Steigender Mindestlohn als „frohe Botschaft“

10.12.2019
Friedhelm Fiedler, Vizepräsident des AGVP, begrüßt die Anhebung des Mindestlohns in der Pflege. Foto: AGVP

Friedhelm Fiedler, Vizepräsident des AGVP, begrüßt die Anhebung des Mindestlohns in der Pflege. Foto: AGVP

Der Mindestlohn in der Altenpflege steigt ab Januar 2020 auf bis zu 11,35 Euro.

In der Altenpflege steigt der Mindestlohn zum 1. Januar 2020 erneut an. Das teilte der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) jetzt mit. In Westdeutschland einschließlich Berlin liege er dann bei 11,35 Euro, was 30 Cent mehr pro Stunde sei als bislang. In den neuen Bundesländern werde der Mindestlohn ebenfalls um 30 Cent auf künftig 10,85 Euro steigen. Vor allem für die Hilfskräfte in der Altenpflege sei das in der Adventszeit eine "frohe Botschaft", so der AGVP. Der Mindestlohn in der Pflege liege damit deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn, der ebenfalls zum 1. Januar auf 9,35 Euro ansteigt.

,,Dieser Mindestlohn ist eine Untergrenze der Bezahlung von ungelernten Hilfskräften, die nicht unterschritten werden darf", sagt Friedhelm Fiedler, Vizepräsident des AGVP. Die examinierten Pflegefachkräfte verdienten deutlich mehr. In der ersten Kommission sei mit Beteiligung des AGVP 2010 erstmals ein Pflegemindestlohn von damals 8,50 Euro im Westen und 7,50 Euro im Osten festgesetzt worden. Der neue Mindestlohn von 11,35 Euro gelte allerdings nur vom 1. Januar 2020 bis 30. April 2020.

Inzwischen arbeite eine neue Pflegemindestlohnkommission, die vom Arbeitgeberverband Pflege im Januar 2019 beantragt und von Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil eingesetzt worden sei, an einer Anschlussregelung. Der Arbeitgeberverband Pflege hatte Ende September gegen die seiner Meinung nach ,,rechtswidrige Zusammensetzung" der neuen Mindestlohnkommission beim Verwaltungsgericht Berlin Klage eingereicht. Eine Entscheidung des Gerichts stehe noch aus.

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