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Demografie

Forscher erwarten Zunahme der Altersarmut

03.06.2019
Johannes Geyer, einer der Autoren der DIW-Studie: "Die Zeit läuft davon". Foto: DIW Berlin

Johannes Geyer, einer der Autoren der DIW-Studie: "Die Zeit läuft davon". Foto: DIW Berlin

Das sinkende Rentenniveau erhöht laut einer DIW-Studie die Armutsrisikoquote bei älteren Menschen.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) warnt vor einem Anstieg der Altersarmut. Wenn es bei der prognostizierten Senkung des Rentenniveaus von heute 48 Prozent auf 43 Prozent im Jahr 2045 bleibe, steige die Armutsrisikoquote bei Älteren um bis zu 20 Prozent, heißt es in einer DIW-Studie. Auch der Anteil der Rentner, die Sozialhilfe beziehen, nähme deutlich zu, schreiben die Autoren.

Das voraussichtlich sinkende Rentenniveau bedeutet, dass man nach 45 Jahren Berufstätigkeit zum Durchschnittslohn aktuell nach Abzug der Sozialbeiträge 48 Prozent des Durchschnittslohns als Rente erhält - in Zukunft aber nur noch 43 Prozent des dann aktuellen Durchschnittslohns.

Die Studie unterstreiche, dass es politische Maßnahmen bei der gesetzlichen Rente und der privaten Vorsorge geben müsse, und zwar möglichst schnell. "Die Zeit läuft davon. Man muss Lösungen finden, die die Rente nicht nur finanziell, sondern auch sozial nachhaltig ausgestalten", sagte Johannes Geyer, einer der Studienautoren.

Den DIW-Berechnungen zufolge steigt die Armutsrisikoquote, und zwar um 2,1 bis 3,5 Prozentpunkte. Ausgehend von 17,5 Prozent aller mindestens 65-Jährigen, die im Jahr 2015 in Deutschland von Armut bedroht waren, entspricht das einem Anstieg auf bis zu 21 Prozent. Als arm gelten nach EU-Definition Personen, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben.

Um ein höheres Altersarmutsrisiko zu vermeiden, müsste laut DIW diesen Personen gezielt geholfen werden. "Kurzfristig könnten wohl nur die Regelungen der gesetzlichen Rentenversicherung oder die Grundsicherungsleistungen angepasst werden. Längerfristig komme es aber vor allem darauf an, die betriebliche Altersvorsorge auszubauen und auch Geringverdienern private Vorsorge zu ermöglichen", schreiben die Forscher. (epd)

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