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Studie

Fünf Millionen Pflegebedürftige im Jahr 2040

11.11.2019
RWI-Gesundheitsexpertin Dörte Heger: "Mehr Ausbildung und moderne Technologie helfen, die Pflege zukunftsfest zu machen." Foto: Sven Lorenz / RWI

RWI-Gesundheitsexpertin Dörte Heger: "Mehr Ausbildung und moderne Technologie helfen, die Pflege zukunftsfest zu machen." Foto: Sven Lorenz / RWI

Laut einer Prognose des RWI wächst die Zahl der Pflegebedürftigen in den kommenden 20 Jahren um 42 Prozent, wodurch ein zusätzlicher Bedarf von 378.000 stationären Plätzen entsteht.

Das Essener Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung RWI hat auch errechnet, dass durch die steigende Zahl der Pflegebedürftigen auch der Personalbedarf in der Pflege stark wachsen wird. Bis 2040, heißt es im jetzt vorgelegten "Pflegeheim Rating Report 2020" weiter, würden 184.000 bis 396.000 Vollzeitkräfte in der stationären und weitere 107.000 bis 209.000 in der ambulanten Pflege benötigt.  Um diesen Bedarf zu decken müsse "die Attraktivität des Pflegeberufs steigen".
Als Möglichkeiten, mehr Menschen für die Altenpflege zu gewinnen, schlagen die Autoren der Studie nicht nur eine höhere Entlohnung vor, sondern betonen auch die Bedeutung weicher Faktoren – wie Führungskultur, Vereinbarkeit von Familie und Beruf Karrierechancen und weniger Bürokratie. Um zugleich die Kosten im Rahmen zu halten "sind innovative Konzepte gefragt", so RWI-Gesundheitsexpertin Dörte Heger. "Eine Kombination aus einer differenzierten Aufgabenverteilung nach Qualitätsniveau, mehr Ausbildung und moderne Technologie könnte dabei helfen, die Pflege zukunftsfest zu machen."

Der RWI-Report lehnt zudem allzu restriktive Vorgaben bezüglich Heimgröße und anderer Faktoren ab. Die Politik sollte die Regulierungsdichte reduzieren und die unternehmerische Handlungsfreiheit ausweiten, so das Papier. Es sei vielmehr wichtig, dass es ein ausreichendes Angebot an Einrichtungen gibt, "die miteinander in einem Preis- und Qualitätswettbewerb stehen".

Die momentane wirtschaftliche Lage deutscher Pflegeheime bezeichnet das RWI als "relativ gut", obwohl immerhin 24 Prozent 2017 einen Jahresverlust schrieben und weitere vier Prozent sogar in Insolvenzgefahr schwebten. Für ihren "Pflegeheim Rating Report 2020" hat das RWI in Zusammenarbeit mit der Institute for Healthcare Business GmbH, der Helathcare Information and Management Systems Society und der Curacon Wirtschaftsrpüfungsgesellschaft sowie mit Unterstützung der Terranus GmbH 370 Jahresabschlüsse von Pflegeeinrichtungen aus den Jahren 2016 und 2017 analysiert.

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