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Gesundheitswesen

IGSF-Studie prophezeit Super-GAU in 2060

07.12.2012
Die "Kassandra aus Kiel": Prof. Fritz Beske

Die "Kassandra aus Kiel": Prof. Fritz Beske

"Ab 2020 wird´s kritisch, der endgültige Zusammenbruch des deutschen Gesundheitswesens erfolgt 2060" - mit dieser letzten düsteren Prognose verabschiedete sich Professor Fritz Beske, Direktor
des Fritz Beske Instituts für Gesundheits-System-Forschung Kiel (IGSF), kurz vor seinem 90. Geburtstag in den Ruhestand. Für die Pflege prognostiziert er einen Bedarf von fast 2 Millionen stationären Pflegeplätzen in 2060.

 Bei einer Pressekonferenz in Berlin zur Vorstellung des 123. Bandes der IGSF-Schriftenreihe mahnte Beske die verantwortlichen Gesundheitspolitiker und die Gesellschaft nochmals eindringlich, die Augen nicht vor der demographischen Entwicklung und ihren Folgen auf die Sozial- und Versorgungssysteme zu verschliessen. In der 300 Seiten umfassenden Studie listet der Gesundheitssystemforscher detailliert, die zu erwartenden Anforderungen auf.

Die Studie untersucht - bezogen auf eine Leistungsrate bei 100.000 Einwohnern - 59 Leistungen der Krankenhausversorgung, 53 Leistungsgruppen in der ambulanten Medizin, die zehn ausgaben- und verordnungsstärksten Arzneimittelgruppen, sowie die Versorgung Pflegebedürftiger. Die Zeitreihen seien bis 2060 "exakt hochgerechnet", wie Beske gegenüber dem Berliner Redaktionsbüro von Vincentz Network versichert. Das bisherige System der Sozialversicherung werde mangels Unterstützungsmöglichkeit aus öffentlichen Steuergeldern die Kostenentwicklung nicht bremsen können. Also werde umgekehrt ein Rückzug auf das unbedingt Notwendige erfolgen müssen. Am meisten Potential sieht des Wissenschaftler in der Verbesserung der Qualität und dem Abbau von Kleinkrankenhäusern unter 200 Betten. Längere Wege, ein eingedampfter Leistungskatalog müsse der Bevölkerung vermittelt werden.

Den größten Bedarf sieht er in der Versorgung Pflegebedürftiger. Die Ausgaben für diesen Bereich würden zwischen 2009 und 2060 allein aufgrund der Bevölkerungsentwicklung von 19,7 auf 41,6 Mrd. Euro steigen. Bis 2060 seien weitere 783.000 zusätzliche Pflegekräfte erforderlich, insbesondere höher qualifizierte. Der Bedarf an Pflegeheimplätzen steige bis dahin auf fast 2 Millionen, bis 2040 schon auf 1,5 Millionen. Mehr zu der Studie in CARE INVEST 1-2013.

Beske will im Frühjahr 2013 ein allerletztes Werk, einen Bürgerratgeber unter dem Titel "Bewußt älter werden - Bewußt sterben" als gesundheitspolitisches Testament  überreichen.

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