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Caritas

Roboter auf dem Ethik-Prüfstand

20.11.2019
Diskutierten über ethische Probleme beim Einsatz von Pflegerobotern: Mark Schweda, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Ägidius Engel, Geschäftsführer des Diözesan-Ethikrates. Foto: CPD / Jonas

Diskutierten über ethische Probleme beim Einsatz von Pflegerobotern: Mark Schweda, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Ägidius Engel, Geschäftsführer des Diözesan-Ethikrates. Foto: CPD / Jonas

Möglichkeiten und Grenzen für den Einsatz von künstlichen Helfern wurden bei der Caritas in Schwerte diskutiert.

Ob Roboter fehlende Pflegekräfte auch vor dem Hintergrund der Notwendigkeit, moralische Entscheidungen zu treffen, ersetzen können, war ein zentrales Thema des Caritas-Diskurses Ethik mit dem Motto "Roboter. Pflege. Ethik" in der katholischen Akademie Schwerte.

"Unverzichtbar" nannte Prof. Dr. Armin Grunwald, Leiter des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutsche Bundestag, einen öffentlichen Dialog "über die Zukunft der Pflege und welchen Platz Roboter dabei haben sollten". Denn zum einen gebe es die Hoffnung auf besser häusliche Unterstützung und – vor allem körperliche – Entlastung des Pflegepersonals durch die Robotik. Andererseits aber auch die Angst vor der "Entmenschlichung der Pflege". Grunwald sieht durchaus, dass innovative Technik einen unterstützenden Beitrag leisten kann, fordert zugleich aber eine Anpassung der Maschine an den Menschen – "nicht umgekehrt". Die Grenzziehung zwischen dem technisch Möglichen und dem menschlich Gewollten sollte auch nach Meinung von Thomas Becker, dem Vorsitzenden des Ethikrates im Erzbistum Paderborn, "gut überlegt werden".

Grundsätzliche ethische Fragen werfen dagegen Kommunikationsroboter zur Unterhaltung auf, die mittlerweile für ältere und pflegebedürftige Menschen verfügbar sind. "Wenn ein Unterhaltungsroboter bei dementen Menschen den Eindruck erweckt, eine reale Person zu sein, könnte eine Grenzüberschreitung vorliegen", formuliert Prof. Dr. Mark Schweda, Leiter der Abteilung Ethik in der Medizin der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Zum Einsatz von Robotern müsse eine "informierte Zustimmung" vorliegen – auch, damit der Persönlichkeits- und Datenschutz gewahrt bleibt.

Interessante Beiträge kamen bei der Veranstaltung des Diözesan-Caritasverbandes Paderborn aus der Praxis. Theo Jacobs vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik Automatisierung in Stuttgart berichtete von Erfahrungen mit Hilfen für bewegungseingeschränkte Menschen wie sie in den USA und Asien schon häufig zum Einsatz kommen. Viele moderne Roboter sehen dabei höchst unspektakulär aus, wie zum Beispiel der intelligente Pflegewagen, eine Entwicklung des Fraunhofer-Instituts. Das Fahrzeug fährt im Pflegeheim selbständig zum Einsatzort und dokumentiert automatisch entnommene Materialien. Damit werde das Personal von Routinearbeiten entlastet.

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