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14. Jan 2021 | Politik

EHS kritisiert Landesregierung

Die Evangelische Heimstiftung vermisst in Baden-Württemberg ein umfassendes Schutzkonzept für Pflegeeinrichtungen.
Bernhard Schneider, EHS
Bernhard Schneider, Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung: "Auch in den Pflegeheimen gibt es Coronaleugner und für die brauchen wir klare rechtliche Regelungen."
Foto: EHS

Die Evangelische Heimstiftung (EHS) ist von der aktuellen Coronapolitik des Landes enttäuscht. Sie fordert das Sozialministerium auf, ein umfassendes Schutzkonzept für die besonders gefährdeten Menschen in den Pflegeheimen in der Coronaverordnung zu verankern. Dazu gehörten strengere Regeln beim Testen sowie mehr Tempo und proaktive Konzepte beim Impfen.

Bereits bei der letzten Verordnung Mitte Dezember seien die Testpflichten „viel zu lasch ausgefallen“, heißt es in einer Mitteilung der EHS. Zwar müssten Pflegeheime Tests anbieten, aber Besuchern und Mitarbeitern hätte es im Prinzip frei gestanden und niemand hätte mit Konsequenzen rechnen müssen, wenn er sich weigert.

„Natürlich lassen sich die allermeisten auch bereitwillig testen, aber auch in den Pflegeheimen gibt es Coronaleugner und für die brauchen wir klare rechtliche Regelungen“, fordert deshalb Bernhard Schneider, Hauptgeschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung.

Die EHS fordert deshalb ein konsequentes Schutzkonzept für die Pflegeheime: Alle Besucher und Mitarbeiter, die ein Haus betreten, müssten unmittelbar vorher einen Schnelltest machen und während des Aufenthaltes eine FFP2-Maske tragen. Schneider plädiert damit auch für eine Testpflicht für Pflegemitarbeiter. „Wie kann man da zögern? Ich verstehe nicht, warum sich unser Ministerium so schwer tut mit einer Testpflicht für Mitarbeiter. In vielen Fällen sind es Mitarbeiter, die das Virus in die Häuser schleppen“, sagt Schneider.

Von den rund 12.500 Tests, die in der EHS wöchentlich bei Mitarbeitern gemacht würden, seien zwar nur 0,3 Prozent positiv. Das seien aber immerhin rund 30 Personen, die fast immer auch mit dem PCR-Test positiv bestätigt würden. „Jeder weiß, was es für alte Menschen bedeutet, wenn das Virus in ein Pflegeheim gelangt. Deshalb verstehe ich nicht, wie man bei der verbindlichen Testpflicht für alle zögern kann“, ärgert sich Schneider.

Fehlendes Testpersonal dürfe jetzt auch keine Ausrede mehr sein, denn bereits seit Oktober wisse jedes Pflegeheim, dass die Schnelltests das entscheidende Schutzschild sind. Und seit Anfang November sei klar, dass Schnelltests und das zusätzliche Testpersonal refinanziert werden. Da könne man kaum noch argumentieren, es gäbe keine Leute zum Testen, so Schneider.

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