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01. Dez 2020 | Politik

BPA: Rheinland-Pfalz überfordert die Pflegeheime

Die Einführung der neuen Testverordnung stößt auf Kritik beim BPA.

Bernd Meurer beklagt die mangelnde Unterstützung bei der Umsetzung  der Corona-Testverordnung. Foto: BPA

Bernd Meurer, rheinland-pfälzischer Landesvorsitzender des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (BPA) äußert sich kritisch zu der vom Bundesgesundheitsministerium veranlassten Corona-Testverordnung. Diese bringe – nach Ansicht des BPA – zum einen zusätzliche Pflichten und biete jedoch keinen ausreichenden Schutz.

"Die Landesregierung reagiert auf die stark steigenden Infektionszahlen in jetzt schon 130 Heimen mit weiteren Vorschriften für die Träger und Mitarbeiter. Parallel wird gefördert, dass nahezu ungebremst Besuche im Heim stattfinden", erklärt Meurer.

"Nach der Verordnung dürften in einem Heim mit 100 Plätzen in den nächsten drei Wochen 2.100 Angehörige und Freunde (eine Person je Bewohner und Tag) zu Besuch kommen. Und uns wird das als die größte Beschränkung verkauft, weil danach bis zu 6.000 Besucher im Monat (zwei Personen je Bewohner und Tag) gemäß den Vorstellungen der Landesregierung angemessen seien", so der Landesvorsitzende des BPA weiter.

Ihm fehlten konkrete Aussagen "zu personeller Unterstützung z.B. zur Durchführung der Schnelltests, gern auch durch angeleitete Dienstleister, die Bundeswehr oder die Prüfer des MDK, die ohne Einsätze vor Ort sind".

Aktiv ignoriert wird die schon jetzt oft überfordernde Situation für die Beschäftigten in den Pflegeheimen. Spätestens beim Auftreten eines Infektionsgeschehens müssen sich auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Quarantäne begeben und fehlen vor Ort.

Ersatz gibt es nicht. Statt wenigstens die verbliebenen Mitarbeiter zu schützen, wird ihnen mit neuen Vorgaben und einem faktisch ungebremsten Besucherstrom begegnet.

Meurer weiter: "Um es klar zu sagen: Wir können nicht mit reduzierter Mannschaft die Bewohner gut versorgen, regelmäßig testen, umfängliche Dokumentationspflichten erfüllen und dann auch noch einer steigenden Infektionsgefahr durch Gäste ausgesetzt werden. Wer so handelt, spekuliert mit der Gesundheit der pflegebedürftigen Menschen und unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!"

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