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08. Okt 2021 | Bauprojekte

Studie belegt Mangel an Pflegeplätzen bis 2040

Das Analyseunternehmen Bulwiengesa hat die Angebotsentwicklung im Bereich Stationäre Pflege untersucht.

Gerald Klinck
Cureus CFO Gerald Klinck: "Mit dieser Studie wollen wir zu mehr Transparenz beitragen."
Foto: Cureus/Heribert Schindler

Deutschland droht ein dramatischer Mangel an Pflegeplätzen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des auf die Immobilienbranche spezialisierten Analyseunternehmens Bulwiengesa, die im Auftrag der Cureus GmbH durchgeführt wurde. Dabei wurden nicht nur demografische Trends, sondern auch Bestand und Bautätigkeit im Bereich der Pflegeimmobilien untersucht.

„Die Zukunft der Pflege wird zu Recht stark diskutiert. Dabei geht es jedoch stets nur um Demographie und Pflegekräfte – die Verfügbarkeit von Pflegeplätzen wurde dabei bis heute fast ignoriert“, sagt Gerald Klinck, CFO von Cureus. Grund dafür sei auch, dass der Pflegeimmobilienmarkt bisher äußerst intransparent war. Mit dieser Studie wolle man zu mehr Transparenz beitragen und den Blick darauf lenken, dass die Bedarfslücke nicht nur vom Pflegekräftemangel und einem Anstieg der Pflegebedürftigen ausgehe, sondern das Problem bei geringer Bautätigkeit beginne.

Wird die aktuelle Bautätigkeit von Pflegeheimen zugrunde gelegt, so steigt die Lücke laut Studie zwischen benötigten und vorhandenen Pflegeplätzen bis 2040 auf bis zu 168.000 vollstationäre Pflegeplätze. Denn während bis 2040 demographiebedingt circa 372.000 neue Pflegeplätze und modernisierungsbedingt circa weitere 100.000 Pflegeplätze in Pflegeheimen benötigt werden, entstehen bei einer Fortschreibung der derzeitigen Bauaktivitäten von rund 16.000 Pflegeplätzen jährlich bis 2040 lediglich 304.000 neue Pflegeplätze. Dabei liegt die Auslastungsquote der verfügbaren Plätze in der vollstationären Pflege heute bereits bei 92,3 Prozent und bietet damit so gut wie keinen Puffer mehr.

„Die Errichtung neuer Pflegeplätze kann bei der derzeitigen Bautätigkeit und -geschwindigkeit nicht mit der wachsenden Nachfrage Schritt halten. Zusätzlich erschweren die starke Fragmentierung des Marktes sowie bundesweit unterschiedliche gesetzliche Anforderungen eine Forcierung der Neubauaktivitäten“, warnt Heike Piasecki, Spezialistin für den Pflegeimmobilienmarkt bei Bulwiengesa.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

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