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12. Feb 2021 | Unternehmen

Pflege-Beschäftigte im zweiten Lockdown nicht gut geschützt

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe hat die beruflich Pflegenden gefragt, ob sie für die zweite Welle der Pandemie ausreichend vorbereitet und geschützt waren.
DBFK-Präsidentin Christel Bienstein
DBFK-Präsidentin Christel Bienstein: "Die beruflich Pflegenden sind enormen Belastungen ausgesetzt und sie erhalten nur teilweise psychosoziale Unterstützung."
Foto: DBFK

Viele Beschäftigte in der Pflege befürchten offenbar in der zweiten Welle der Corona-Krise eine Ansteckung. "Nach neun Monaten Pandemie und den Erfahrungen aus der ersten Welle hätte der Schutz der beruflich Pflegenden besser vorbereitet sein müssen", sagte die Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBFK), Christel Bienstein. Der Verband hatte die Beschäftigten im Dezember befragt, über 3.500 haben an der Umfrage teilgenommen.

Danach fühlten sich 57 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer während ihrer Arbeit nicht sicher vor einer Covid-Infektion geschützt. 86 Prozent fürchteten noch weitere Herausforderungen auf sich zu kommen.

Mehr als jeder zweite Befragte (56 Prozent) gab demnach an, einen Mangel an FFP2- und medizinischen Schutzmasken zu befürchten. Bei fast 20 Prozent der Befragten habe zum Befragungszeitpunkt bereits ein Mangel geherrscht.

"Dass hier immer noch keine flächendeckende Versorgung herrscht, ist ein Skandal", sagte Bienstein. Die FFP2-Masken seien aktuell der sicherste Schutz, den die beruflich Pflegenden in ihrem Arbeitsalltag, der eben kein Abstandhalten möglich macht, nutzen könnten. Rund jeder zweite Teilnehmer befürchtete zudem bei steigenden Infektionszahlen einen sich noch weiter verschärfenden Personalmangel. (mit epd)
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