Unternehmen
AGVP fordert Senkung der Eigenanteile
Der Arbeitgeberverband Pflege schlägt Maßnahmen vor, um die steigenden Eigenanteile in der Pflege zu reduzieren.
Die Eigenanteile in der Pflege sind nach Angaben des Arbeitgeberverbands Pflege (AGVP) auf monatlich durchschnittlich 3.108 Euro gestiegen.
Dazu erklärt AGVP-Präsident Thomas Greiner: „Die Pflegekosten sind für viele kaum noch zu stemmen. Dabei könnte die Politik die Eigenanteile sofort um über 1.000 Euro senken. Was fehlt, ist nicht das Geld, sondern der Wille. Stattdessen riskiert die neue Bundesregierung mit ihren Pflegegesetzen weitere Steigerungen.“
Der Verband schlägt konkret drei Schritte vor: Die Übernahme der Ausbildungskosten aus Steuermitteln könnte 115 Euro einsparen. Eine sachgerechte Finanzierung der medizinischen Behandlungspflege aus Mitteln der Krankenkassen würde 400 Euro weniger bedeuten. Weitere 500 Euro ließen sich einsparen, wenn die Länder die Investitionskosten übernähmen.
Der AGVP-Präsident fordert die Länder auf, Mittel aus dem Infrastruktur-Sondervermögen zu nutzen, um ihren gesetzlichen Pflichten nachzukommen.Langfristig sieht der Verband nur dann eine Chance zur Kostenstabilisierung, wenn Pflegeunternehmen von unnötigen Vorschriften und Dokumentationspflichten entlastet würden. Darüber hinaus Greiner plädiert für mehr Spielraum für Innovationen in der Branche.
Zuletzt hat CARE INVEST über die Forderung der Pflege-Arbeitgeber nach mehr Autonomie berichtet.
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