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Ist die Immobilienkrise überstanden?

Die Bauzinsen unter vier Prozent und die Umlaufrendite für zehnjährige Bundesanleihen bei nur noch zwei Prozent: In der Immobilienbranche mehren sich die Zeichen dafür, dass die Krise überstanden ist. Dennoch wird vor zu viel Optimismus gewarnt.

Zur Stabilisierung des Healthcare-Marktes werden könnten in diesem Jahr Betreutes Wohnen und Ärztehäuser beitragen, so die Einschätzung von Florian Wenner, Head of Research & ESG beim Immobilienfonds-Spezialisten Primonial REIM Germany. Beide Assetklassen hätten schon 2023 „hoch im Kurs gestanden“. Foto: Primonial REIM Germany

„Viele Investoren blicken 2024 weiterhin mit einer gewissen Skepsis auf Immobilieninvestments“, berichtet Florian Wenner, Head of Research & ESG beim Immobilienfonds-Spezialisten Primonial REIM Germany.

Dies gelte im besonderen Maße für das Segment der Gesundheitsimmobilien. „Die großen strukturellen Herausforderungen der Pflegebranche sind auch in diesem Jahr nicht verschwunden“, so der Experte. Investoren sollten bei der Ankaufsprüfung weiterhin einen genauen Blick auf Managementkapazitäten und die Liquidität der Betreibergesellschaften werfen.

Zur Stabilisierung des Healthcare-Marktes werden könnten in diesem Jahr Betreutes Wohnen und Ärztehäuser beitragen – beide Assets hätten schon 2023 „hoch im Kurs gestanden“. Wenner weist dabei auf die „deutliche Angebotslücke“ durch den demografischen Wandel hin.

Eine rückläufige Bautätigkeit bei anhaltend hoher Nachfrage kennzeichnet auch den Markt der Wohnimmobilien, vor allem in Ballungsräumen. „Opportunistische Investoren, die bereit sind Projektentwicklerrisiken zu übernehmen finden im aktuellen Marktumfeld attraktive Einstiegsmöglichkeiten.“

Dort würden sogar zweistellige Renditen winken. Insgesamt jedoch sei die Immobilienkrise noch nicht vollständig überwunden, so Wenners Einschätzung für den Gesamtmarkt.