Politik

AOK Bayern: Erst Finanzierung sichern, dann Leistungen weiterentwickeln

Die AOK Bayern sorgt sich um die Finanzierbarkeit der Pflege. Darum fordert die Organisation kurzfristig eine Stabilisierung der Finanzen und mittelfristig eine grundlegende Pflegereform.

Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern
Bayerns AOK-Chefin Irmgard Stippler macht sich für die Initiative "Gute Pflege. Daheim in Bayern" stark. Foto: AOK Bayern

„Dringendste Aufgabe ist es aktuell, die Pflegeversicherung finanziell auf stabile Füße zu stellen“, sagt Irmgard Stippler, Vorstandsvorsitzende der AOK Bayern, „um dann die grundlegenden Reformen in den Pflegestrukturen und der Weiterentwicklung des Leistungsrechts anzugehen.“ Dazu sei „als Sofortmaßnahme ein dauerhafter und dynamischer Bundesbeitrag für die versicherungsfremden Aufgaben“ ebenso notwendig wie eine Erstattung der Pandemiekosten, „auf denen die Pflegeversicherung sitzen geblieben ist“. Dies betreffe insbesondere die Sozialversicherungsbeiträge zur Rentenversicherung für pflegende Angehörige und die Kosten der Ausbildung für Pflegekräfte.

Zugleich müssten Kassen und Kommunen vor Ort die Versorgungsstrukturen weiterentwickeln und dafür mehr Gestaltungsmöglichkeiten bekommen. „Ein entscheidender Schlüssel für die gute Pflege ist der Ausbau der Pflege- und Unterstützungsstrukturen in den Gemeinden und Quartieren“, so Stippler weiter. Darum sei die AOK Bayern seit Beginn aktiv an der vom Landesgesundheitsministerium unter Ministerin Judith Gerlach (CSU) geförderten Initiative „Gute Pflege. Daheim in Bayern“ beteiligt. Über die Initiative hat Careinvest Online hier zuletzt berichtet.