Betreiber-Check
AWO Westliches Westfalen: Pflege mit Sozialkompetenz
Solidarität, Menschlichkeit und Mitgefühl als gelebte Werte
(Grafk: Für größere Ansicht hier klicken) Die Arbeiterwohlfahrt (AWO), im Jahr 1919 von Marie Juchacz gegründet, ist eine der größten, bundesweit tätigen Wohlfahrtsorganisationen in Deutschland. Sie besteht aus 30 Bezirks- und Landesverbänden, darunter der AWO Bezirksverband Westliches Westfalen e.V. in Nordrhein-Westfalen, der sich auf Platz sieben der TopBetreiber 2024 in Deutschland einreiht.
Als gemeinnütziges Netzwerk bietet die AWO eine breite Palette von Dienstleistungen und Unterstützungsservices für Menschen jedes Alters an – mit Fokus auf benachteiligte und hilfsbedürftige Gruppen. Zu den vielfältigen Leistungen des AWO Bezirkverbandes Westliches Westfalen zählen die Betreuung und Pflege von Senioren in Pflegeheimen und Seniorenwohnungen. Für ältere Menschen, die weiterhin in den eigenen vier Wänden leben möchten, hat sie ambulante Pflegedienste im Angebot. Darüber hinaus betreibt der Bezirksverband Tagespflegeeinrichtungen für Senioren, die tagsüber Betreuung und die Teilnahme an soziale Aktivitäten benötigen.
Die 67 Einrichtungen (ohne Tagespflege) der AWO Westliches Westfalen verteilen sich auf Landkreise in drei Regionen. Der Hauptteil von 48 der Einrichtungen liegt in der Region Rhein/Ruhr. Im Münsterland befinden sich acht Einrichtungen und im Sauerland/Siegerland elf Einrichtungen. Derzeit sind keine neuen Projektentwicklungen bekannt (siehe Grafik 1). Das erste AWO-Seniorenheim wurde 1957 in Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet eröffnet. Seit 1984 ist die AW Versorgungs GmbH (heute AWO Servicedienste GmbH), eine hundertprozentige Tochter des Bezirksverbandes, für das Immobilienmanagement verantwortlich. Neben anderen Aufgaben kümmert sie sich um Neu- und Umbau sowie die Instandhaltung und Wartung aller Pflegeimmobilien.

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Organisch gewachsen
Das Wachstum des AWO-Bezirksverbandes erfolgte ausschließlich organisch und nicht durch Übernahmen von Einrichtungen (siehe Grafik 2). Insgesamt bietet die AWO Westliches Westfalen knapp 6.500 Betten 1.300 Appartements an, die sich auf 34 vollstationäre Einrichtungen, 25 Kombi-Einrichtungen aus vollstationärer Pflege und Betreutem Wohnen, sieben Einrichtungen des Betreuten Wohnens sowie eine Wohngemeinschaft mit zwölf Betten verteilen (siehe Grafik 5). Die Einzelzimmer-Quote liegt in den vollstationären Einrichtungen bei 85 Prozent und der Invest-Kostenanteil durchschnittlich bei 15,38 Euro/Bett/Tag. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein geringfügiger Rückgang von einem halben Prozent festzustellen.
Die Eigenanteile, die von den Pflegedürftigen selbst zu tragen sind, positionieren sich in der Region Münsterland bei durchschnittlich 92,17 Euro/Bett/Tag, in der Region Rhein/Ruhr bei 94,56 Euro/Bett/Tag und im Sauerland/Siegerland bei 93,22 Euro/Bett/Tag. Preislich liegen die Einrichtungen im unteren Bereich (Münsterland) oder Mittelfeld (Rhein/Ruhr und Sauerland/Siegerland). Beim Eigenanteil liegt die Steigerung zum Vorjahr bei knapp acht Prozent, während die Kosten bei Unterkunft und Verpflegung um sechs Prozent zugenommen haben. Immotiss hat ein Punktesystem zur Analyse und Evaluierung der qualitativen Struktur einer Einrichtung, die für Betreiber und Investoren eine Rolle spielt, basierend auf den QPR-Berichten entwickelt. Die untersuchten Einrichtungen werden auf einer Skala von 1 bis 4 bewertet – der nationale Durchschnitt liegt derzeit bei 3,70. Für die AWO-Einrichtungen Westliches Westfalen sind 54 QPR-Berichte verfügbar, die eine durchschnittliche Bewertung von 3,58 ergeben und auf eine gute Pflegequalität hindeuten (siehe Grafik 6).
GASTAUTOR dieses Beitrags ist Jochen Zeeh, geschäftsführender Gesellschafter der Immotiss Care GmbH.
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