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Baden-Württemberg: 250 Mio. Euro schwerer Fonds sichert über 11.000 Ausbildungsplätze

Der Fonds für die Ausbildung nichtärztlicher Heilberufe an Krankenhäusern in Baden-Württemberg hat ein Volumen von 250 Mio. Euro erreicht, allein die AOK Baden-Württemberg stellt 2017 mehr als 112 Millionen Euro bereit und will damit 5000 Ausbildungsplätze für Krankenpflegerinnen und -pfleger, Hebammen und andere wichtige Heilberufe an Krankenhäusern sichern.

- Dr. Christopher Hermann, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg: "Wer ausbildet, darf dadurch keine Wettbewerbsnachteile erleiden!"Foto: AOK Baden-Württemberg

 "Wir haben den Betrag um weitere 7 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr erhöht, denn der berufliche Nachwuchs ist uns ein großes Anliegen. Mit unseren Mitteln sichern wir weit über 5.000 Ausbildungsplätze für Krankenpflegerinnen und -pfleger, Hebammen und andere wichtige Heilberufe an Krankenhäusern", so Dr. Christopher Hermann, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg in Stuttgart.

Mit ihrem Förderbetrag bringt die AOK Baden-Württemberg fast die Hälfte des landesweiten Fördertopfs für nichtärztliche Heilberufe alleine auf. Zusammen mit dem Anteil der anderen gesetzlichen Krankenkassen im Land erreicht der Ausbildungsfonds im laufenden Jahr einen Höchststand von einer viertel Milliarde Euro.

Mit diesen Mitteln werden auch ungleiche Startbedingungen bei Krankenhäusern ausgeglichen. Hermann: "Wer ausbildet, darf dadurch keine Wettbewerbsnachteile erleiden. Der Ausbildungsfonds sorgt dafür und motiviert Krankenhäuser, sich verstärkt der Nachwuchsförderung anzunehmen." So gebe es im neuen Jahr landesweit insgesamt rund 11.500 Ausbildungsplätze für nichtärztliche Heilberufe, wozu neben Krankenpflegern/innen und Hebammen auch beispielsweise Diätassistenten/innen, Physiotherapeuten/innen und medizinisch-technische Assistenten/innen zählen.

Die Schulen für Gesundheitsberufe profitieren zudem vom Mehr an Fondsmitteln: "Für das laufende Jahr sind die Kostensteigerungen an den Schulen inklusive angemessener Gehaltserhöhungen für die Lehrkräfte berücksichtigt", so Hermann abschließend.

Der Ausbildungsfonds wird von allen Krankenkassen in Baden-Württemberg finanziert und von der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft verwaltet. Pro Krankenhauspatientin und -patient zahlen die Krankenkassen einen pauschalen Ausbildungszuschlag von 106,50 Euro. Insgesamt beläuft er sich 2017 auf 250 Millionen Euro. Die Gelder fließen an die ausbildenden Krankenhäuser.