Politik
Bundesmitgliederversammlung: VDAB beklagt Stillstand
Kritik an den pflegepolitischen Entscheidungen der vergangenen Jahre stand im Zentrum der diesjährigen Bundesversammlung des Verbands Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB).
„Der pflegerische Mittelstand – die Familienunternehmen, die das Rückgrat der flexiblen Versorgung sind – schrumpft immer weiter“, klagt Petra Schülke, stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbands Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB). Die Ursache einer viel zu hohen Zahl von Insolvenzen seien Liquiditätsengpässe, „die aufgrund der Verletzung vertraglicher Pflichten durch die Kostenträger entstehen“. Die Politik schaue bisher untätig zu. Petra Schülke: „Es braucht wieder eine aktive Pflegepolitik.“
VDAB-Bundesgeschäftsführer Thomas Knieling ergänzt, dass Maßnahmen, die konsequent die Sicherung und Stärkung der Pflegeunternehmen im Blick habe, nicht mehr zu erwarten seien. Das Pflegekompetenzgesetz und das Pflegeassistenzgesetz werden seiner Meinung nach den Pflegeruf nicht attraktiver machen. Darum fordert Thomas Knieling „endlich mehr unternehmerische Freiheit und mehr Flexibilität bei den Pflegeleistungen, damit Pflegeunternehmen Teil der Lösung zur Bewältigung der Krise sein können und nicht nur Objekt von Regulierung“.
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