Politik
Saarland zieht positive Zwischenbilanz zur Konzertierte Aktion Pflege
Die Konzertierte Aktion Pflege Saar (KAP Saar) hat nach drei Jahren Laufzeit eine positive Zwischenbilanz gezogen. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen konnten laut saarländischem Gesundheitsministerium wichtige Fortschritte in der Pflege erzielt werden.
Seit ihrer Gründung im Dezember 2022 hat die KAP Saar laut Gesundheitsminister Magnus Jung eine „konstruktive Basis für die Pflege- und Gesundheitsberufe“ geschaffen. Mit über 360 Mitgliedern aus Politik, Verbänden und Einrichtungen verfolgt die Initiative das Ziel, bis 2030 im Saarland 4.000 zusätzliche Pflegekräfte zu gewinnen.
Zu den wichtigsten Maßnahmen der vergangenen drei Jahre zählt laut Ministerium die geplante Einführung eines primärqualifizierenden Pflegestudiums an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) ab dem Wintersemester 2027/28. Zudem soll ab 2025 ein Weiterbildungs- und Masterstudiengang für Advanced Practice Nursing (APN) starten.
Internationale Fachkräfteanwerbung verstärkt
Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, hat das Saarland die internationale Anwerbung intensiviert. So wurden neue Kooperationen in Mexiko und Indien geschlossen. Eine Richtlinie zur Anwerbung internationaler Pflegekräfte für ambulante Dienste und die Langzeitpflege soll noch 2025 in Kraft treten.
Bei den Ausbildungszahlen verzeichnet das Ministerium einen positiven Trend: Mit 388 neuen Auszubildenden in der Pflegeassistenz wurde ein neuer Rekord erreicht. Insgesamt befinden sich aktuell 657 Personen in dieser Ausbildung – mehr als je zuvor.
Für die Zukunft will die KAP Saar laut Jung die Anerkennungsverfahren beschleunigen, die Ausbildung weiter professionalisieren und die Willkommenskultur für internationale Fachkräfte ausbauen. Zudem sollen Förderstrukturen weiterentwickelt und die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüft werden.
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