Analyse

Analyse: Hohes Betreiberrisiko und geringe Neubautätigkeit

Der Healthcare-Immobilienmarkt in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2025 weiterhin maßgeblich durch das hohe Betreiberrisiko und die anhaltend geringe Neubautätigkeit geprägt, berichtet der Immobiliendienstleister BNP Paribas Real Estate.

Christopg Meszelinsky hat als Geschäftsführer und Head of Residential Investment von BNP Paribas Real Estate jetzt eine Martkanalyse für das erste Halbjahr 2025 vorgelegt. Foto: BNP Paribas Real Estate

Insgesamt attestiert Christoph Meszelinsky, Geschäftsführer und Head of Residential Investment von BNP Paribas Real Estate, dem Healthcare-Investmentmarkt „eine gewissen Marktbelebung, insbesondere gegenüber den entsprechenden Halbjahresergebnissen der Vorjahre“. Dabei habe der spürbare Schwung aus dem ersten Quartal (580 Millionen Euro Transaktionsumsatz) bedingt durch den Verkauf des Pflegen & Wohnen-Portfolios Anfang des Jahres – gegenüber den dem zweiten mit 363 Millionen Euro etwas nachgelassen.

Mit 660 Millionen Euro verzeichnete das Segment der Pflegeimmobilien ein mehr als doppelt so hohes Investmentvolumen wie in den Vergleichshalbjahren 2023 und 2024. Der Marktanteil beträgt mit 70 Prozent etwas mehr als der langjährige Schnitt in Höhe von 66 Prozent. Die Sub-Assetklasse Betreutes Wohnen kommt auf 150 Millionen Euro oder 30 Prozent mehr als der langjährige Durchschnitt.

Für die Zukunft sieht Experte Meszelinsky „vor dem Hintergrund der sich in Planung befindlichen Maßnahmen in Bezug auf die Pflegereform durch die neue Bundesregierung tendenziell eine mittelfristige Verbesserung der Rahmenbedingungen für Investoren“. Allerdings werde das Risiko von Betreiberinsolvenzen aktuell stärke denn je als „zentrale Herausforderung“ eingeschätzt. Für das Gesamtjahr rechnet er mit einem Investmentvolumen in Höhe von rund zwei Milliarden Euro.