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Deutscher Pflegerat fordert Systemwechsel

Nachdem die Deutsche Krankenhausgesellschaft jüngst 55 Vorschläge zur Entbürokratisierung im Krankenhausbereich vorgelegt hat, fordert der Verband einen umfassenden Abbau überflüssiger Bürokratie.

„Pflegeeinrichtungen und Kliniken müssten in die Lage versetzt werden, den Personalbedarf anhand der Pflegebedürftigkeit der Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohner mit Unterstützung der Personalbemessungsverfahren zu steuern“, meint Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. Foto: Deutscher Pflegerat

Einer Untersuchung des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zufolge, verbringen sowohl Ärztinnen und Ärzte als auch Pflegekräfte täglich durchschnittlich drei Stunden mit Dokumentationsarbeiten, die häufig keinen Nutzen für die Behandlung der Patientinnen und Patienten haben.

 „Die Bürokratie im Gesundheitswesen hat längst ein irrsinniges Eigenleben entwickelt“, sagt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. Sie fordert – angesichts der aktuellen Untersuchungsergebnisse – einen „Systemwechsel, der auf Vertrauen statt auf Kontrolle und Misstrauen setzt“ .

„Dazu gehört es auch, Pflegeeinrichtungen und Kliniken in die Lage zu versetzen, den Personalbedarf anhand der Pflegebedürftigkeit der Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohner mit Unterstützung der Personalbemessungsverfahren zu steuern“, so Vogler weiter.

Nach Auffassung des Deutschen Pflegerats kann die Hilfe zum Bürokratieabbau unter anderem aus den zuständigen Bundesministerien selbst kommen. Mit dem zum Herbst erwarteten Pflegekompetenzgesetz und den damit verbundenen Erweiterungen der Handlungsfelder der beruflich Pflegenden können Abläufe vereinfacht, Bürokratie abgebaut und Ressourcen gespart werden.